Im Norden
liegt eine stille Sehnsucht in der Luft,
getragen vom salzigen Wind,
der über das graue Meer streicht.
Sie mischt sich mit der Freude,
die in den kleinen Dingen wohnt –
im Ruf der Möwen,
im Knarren der Stege,
im warmen Licht,
das sich zaghaft durch die Wolken kämpft.
Hier, wo das Land flach ist und der Horizont weit,
scheint die Zeit langsamer zu gehen.
Die Sehnsucht ist nie ganz fern,
sie sitzt in den Gezeiten, im Kommen und Gehen,
im ständigen Wandel des Wassers.
Doch gerade darin liegt auch eine leise, tiefe Freude –
ein Gefühl von Ankommen, von Zugehörigkeit.
Der Norden erzählt Geschichten, die man nicht laut hört, sondern spürt.
In jedem Atemzug,
in jedem Schritt
durch den kühlen Sand
lebt dieses besondere Zusammenspiel:
eine melancholische Sehnsucht,
die nicht schmerzt, sondern trägt –
und eine ruhige Freude, die bleibt.